"Es gibt einen Platz, den du füllen musst, den sonst keiner füllen kann - und es gibt etwas für dich zu tun, das sonst niemand tun kann."
Platon
Nach diesem Motto arbeite ich. Mir ist es wichtig, meinen Platz gut auszufüllen, und mitzuteilen, welche Tätigkeiten, Gedanken und Ideen mich gerade beschäftigen. Deshalb erfahren Sie hier von Zeit zu Zeit Neues aus meiner Arbeit. Ich stelle aktuelle Projekte, Reisen, Vorträge, Ausstellungen, Veröffentlichungen und anderes vor. Wenn Sie ständig auf dem Laufenden bleiben wollen, empfehle ich Ihnen, meinen Newsletter zu abonnieren. Bitte schreiben Sie mir dazu eine E-Mail an
Montag 01. Juni 2026
Aufruf für Jubiläumskalender 2027
In diesem Jahr begehe ich das 20. Jubiläum meiner Selbständigkeit. Zwanzig erfüllende Jahre als Fotograf, freier Journalist und Veranstalter liegen hinter mir. Das will ich mit einer besonderen Aktion feiern. Und zwar möchte ich den Kalender 2027 zusammen mit meinen eigenen Fotos und Bildern meiner Kunden gestalten. Daher rufe ich dazu auf, mir die schönsten Fotos aus der Region rund um Oschatz und den Liebschützberg zu schicken. Das kann z.B. auch aus Wermsdorf, Mügeln, Dahlen, Borna, Torgau, Riesa, Strehla oder allen anderen Orten der Umgebung sein.
Thematische Ausrichtung
Thematisch bitte Natur- und Landschaftsfotos aus der Region Oschatz und Elbland einsenden! Aus den eingesendeten Bildern wähle ich dann aus, und sie kommen zusammen mit einigen Fotos von mir in den Kalender. Wessen Bilder ausgewählt werden, der erhält drei Freiexemplare DIN-A4 oder zwei DIN-A3, je nachdem welches Format wir anfertigen. Außerdem werden alle Fotos bei meiner Veranstaltungsreihe "Rund um den Globus" 2027 präsentiert. Der Kalender erscheint dann voraussichtlich im September 2026.
Technische Anforderungen an die Fotos
Bildformat möglichst 20x30 cm bei Auflösung von 300ppi. Oder anders gesagt: pro Bild mind 2-3 MB als JPEG. Bitte die Fotos im Dateinamen oder in der E-Mail wie folgt beschriften: Titel, Name des Fotografen, Aufnahmeort und Aufnahmedatum. Vielen Dank!
Einsendeschluss: 31.07.2026
Pro Teilnehmer gilt eine Begrenzung auf max. 5 Bilder - vielen Dank!
Freitag 15. Mai 2026
Eisheiligen-Pilgertour durchs Erzgebirge
Durchwachsenes bis nasskaltes Wetter erwartete uns bei Tour Nummer zwei auf dem Sächsischen Jakobsweg - schöne Grüße von den Eisheiligen! Obwohl die Strecke von Freiberg bis Oelsnitz/Erzgebirge mit 75 Kilometern in fünf Tagen relativ kurz war, hatte sie es doch in sich. Denn das Wetter bestimmt bekanntermaßen nicht unerheblich den Grad des Genusses bzw. der Strapazen. Beim Start in Freiberg am Montag herrschte noch "eitel Sonnenschein", doch schon kurze Zeit später mussten wir unsere Regenjacken auspacken. Zwar tat das der guten Pilgerlaune keinen Abbruch. Trotzdem waren wir abends heilfroh, als wir die gemütliche Pension beim "Pumpen-König" Veit in Oederan erreicht hatten. Am nächsten Morgen begleitete Nieselregen die Besichtigung des Klein-Erzgebirges, in dem wir die Region in Miniaturform kennenlernten. Auf naturnahen, teilweise regelrecht schlammigen Wegen ging es dann ins Örtchen Euba. Dort empfing uns die Kirchgemeinde sehr warmherzig mit heißem Tee und mitfühlenden Worten. Das ließ die garstigen Regenschauer schnell vergessen. Wir wurden in verschiedene Gastfamilien verteilt, was interessante Gespräche beim Frühstück ermöglichte. Diese traditionelle Gastfreundschaft nach alter Pilgerart tat uns sehr gut. Der dritte Pilgertag am Mittwoch war recht kurz und endete um die Mittagszeit in Chemnitz. Hier bezogen wir die Jugendherberge direkt am Pilgerweg und nutzten den Nachmittag für einen Besuch des Industriemuseums. Dort erfuhren wir viel Interessantes über das Erzgebirge als Standort von Bergbau, Wissenschaft und Technik, zum Beispiel bei einer lehrreichen Vorführung von Stickmaschinen, inklusive eines abenteuerlichen, kompliziert aussehenden Apparats, der nur fürs Einfädeln der Nadeln zuständig war - sehr beeindruckend! Der Donnerstag brachte auf dem Weg nach Jahnsdorf wettermäßig etwas Entspannung. Mittags gab es eine stärkende Pause am schönen Wasserschloss Klaffenbach. Da gerade Christi Himmelfahrt war, hatten wir unterwegs einige Begegnungen mit trinkfesten Einheimischen, trafen aber auch eine nette Pilgerfamilie aus der Oberlausitz. Mit einer Expertin für Lebenskunde und Entspannungstechniken aus dem Erzgebirge verbrachten wir einen anregenden letzten Abend in der Pension Jahnsdorf. Das rettete die ansonsten etwas sterile Atmosphäre in diesem Haus. Der Schlusstag führte uns bei schönem und glücklicherweise auch mal sonnigem Pilgerwetter über Stollberg zu unserem Endpunkt nach Oelsnitz/Erzgebirge. Pünktlich zur Ankunft fing es wieder zu regnen an, aber da saßen wir bald schon im Zug. Wir waren erstaunt, auf welch schönen Wegen man entspannt durchs Erzgebirge pilgern kann und wieviel Abwechslung es doch bietet. Die Tour fühlte sich aufgrund der manchmal etwas pilgeruntypischen Unterkünfte im Gegensatz zu früheren Etappen ein wenig wie "Luxuspilgern" an - wann hatten wir jemals schon Pensionen mit frischem Bettzeug? Doch konnten wir viele schöne Erfahrungen sammeln und hatten am Ende das Gefühl, in kurzer Zeit sehr viel erlebt zu haben. Und das Wetter? Regen und Kälte der Eisheiligen haben wir letztlich gut überstanden. Wir waren in einer bestens eingespielten, durch zahlreiche frühere Touren bewährten und harmonischen Pilgergruppe unterwegs. Die Erlebnisse dieser Pilgerreise werden auf ihre eigene Weise nachklingen und ihre Wirkung zeigen. Denn als Pilger kommt man doch jedes Mal beglückt und ein kleines Stück verändert nach Hause. Ganz egal wie das Wetter ist.
Freitag 08. Mai 2026
Pilgern bei Sonne und Regen durch die Oberlausitz
Die Einsteiger-Pilgertour auf der Via Regia durch die Oberlausitz ist eine besondere Herausforderung - aber immer wieder auch besonders schön. Das zeigte sich einmal mehr in diesem Jahr. Bei strahlendem Sonnenschein zogen wir in Görlitz an der Altstadtbrücke los und hatten am ersten Nachmittag gleich eine knackige Etappe durch blühende Rapsfelder über den Hochstein bis zur Pilgerherberge Arnsdorf zu bewältigen. Dort erwartete uns mit der Pfarrscheune eine eher rustikale Unterkunft, was jedoch durch die gemeinschaftlichen Mahlzeiten in der gemütlichen Pilgerklause ausgeglichen wurde. Am zweiten Tag wurde es warm - genauer gesagt sehr warm! Bei drückend schwülem Wetter pilgerten wir am Vormittag bis Weißenberg. In der Mittagspause besichtigten wir das schöne Pfefferküchler-Museum und stärkten uns mit Kaffee und Pfefferkuchen. Die nette Mitarbeiterin des Museums zeigte uns sogar noch das alte Schulhaus, in dem ein Klassenzimmer "anno dazumal" eingerichtet ist. Durch die kühle Gröditzer Skala zogen wir weiter bis nach Kumschütz. Nach 25 Kilometern waren alle froh, gut auf dem typischen Oberlausitzer Gehöft angekommen zu sein. "Knackig" war hier auch das Abendessen, das durch einen gewissen (hier nicht weiter genannt werden wollenden) Pilgerführer leider "nicht ganz durch" und zu allem Unglück auch noch zu scharf geraten war. Da zeigt sich, dass so eine anstrengende Etappe auch am geübtesten Pilger nicht spurlos vorüber geht! Aber alle nahmen es mit Humor und pilgerten am dritten Tag nach einem stärkenden Frühstück mit den freundlichen Herbergseltern frohgemut weiter. Über Bautzen ging es nach Crostwitz in die schöne Pilgerherberge von Monika und Maria, mitten in der sorbischen Oberlausitz. Hier gab es gleich mehrere Überraschungen: Durch eine freundliche Hospitalera wurden wir abends mit leckerem chinesischen Essen bekocht! Überraschung Nummer zwei: Die etwas beengten Verhältnisse beim Schlafen im "Frauenzimmer", was leider nicht jede gleich gut wegsteckte, so dass eine Pilgerin die Reise abbrechen musste. Auch gab es mittlerweilse allerhand Blasen an den Füßen zu behandeln, die mehrmals täglich verpflastert werden mussten. Da mussten ein paar Kilometer mit dem Bus gefahren werden. Eben typisch Pilgerleben! In der Nacht zum vierten Tag entlud sich ein veritables Gewitter, so dass wir die letzten zwei Etappen bei leichtem Nieselregen und kühlen Temperaturen pilgerten. Umso warmherziger war der Empfang in Kamenz, wo wir die Herberge mitsamt Gaststätte am Hutberg enterten und am Freitag mit einem fürstlichen Frühstück in privater Herberge beglückt wurden. Eine Kamenzer Pilgerin erzählte uns spannende Geschichten aus ihrem Pilgerleben und von den Aktionen am Hutberg. Am Ende der Pilgertour stand ein kleiner "Schweigemarsch" durchs Tiefental, der uns verdeutlichte, welch großer Wert die Stille und die Geräusche der Natur haben. Etwas abgekämpft kamen wir in Königsbrück an, wo uns der örtliche Küster in der Kirche einen letzten Stempel gab und uns mit einem innig dargebrachten Lied verabschiedete. So kann nun jeder schauen, was diese erste Pilgerreise mit ihm macht und wie er die intensiven Erlebnisse einordnet und die möglicherweise gewonnenen Erkenntnisse im Alltag umsetzt. Denn nach jeder ersten Pilgertour stellt sich doch mehr oder weniger die Frage, wie man als Mensch und frisch gebackener Pilger seine (Lebens-)Reise fortsetzt. Ein herzliches Dankeschön allen Menschen, die uns auf dieser Reise begleitet, beherbergt und geholfen haben! Und von meiner Seite selbstverständlich auch an die Mitpilger, die alle Überraschungen und Widrigkeiten geduldig mitgemacht haben! Die Oberlausitz-Tour ist und bleibt eine ganz eigene Erfahrung. Umso mehr wartet sie jedoch mit reichen Belohnungen auf, die man sich anfangs vielleicht gar nicht vorstellen konnte. Und am Ende heißt es einfach nur: "Geschafft!"
Freitag 24. April 2026
Geführte Pilgertour mit Umwegen und Hindernissen
Die zweite geführte Pilgertour dieses Jahres auf dem Ökumenischen Pilgerweg begann in Leipzig an der berühmten Thomaskirche, in der Johann Sebastian Bach begraben liegt. Bei kaltem, leicht regnerischem Wetter zog ich mit sieben gut gelaunten, bestens motivierten Pilgerdamen frischauf los in Richtung Kleinliebenau. Als wir uns gerade etwas warmgelaufen hatten, erwartete uns bereits nach einer guten Stunde das erste Abenteuer. Mitten über den Weg, der durch den Leipziger Auwald führt, war eine stählerne, schier unüberwindlich scheinende Rohrleitung gelegt. Da war Mut und Kreativität gefragt! Wir warfen die Rucksäcke hinüber und halfen uns gegenseitig, um dieses Hindernis kletternd und rutschend zu überwinden. Doch kaum war das erste Abenteuer überstanden, kam gleich das nächste: Die Herberge Kleinliebenau war abends trotz unserer Reservierung belegt. Ein anderes Quartier im nahe gelgenen Horburg war schnell organisiert. Dort fanden wir nach dem kalten Tag zum Glück ausgezeichnete Bedingungen zum Schlafen und Kochen vor. Am nächsten Morgen zauberten wir in der gemütlichen Küche der Samariterherberge ein leckeres Frühstück. Nach dem pünktlichen Abmarsch auf eine lange Etappe bescherte uns jedoch ein unerwartet gesperrter Abschnitt einen Umweg von ca. drei Kilometern und damit Überraschung Nummer drei. Ich erinnerte mich an ein altes Pilgergesetz: Sowas passiert immer auf der längsten Etappe! Doch wir wurden mit einem berückend schönen Weg durch ein Naturschutzgebiet und morgendlichem Vogelgezwitscher belohnt. In Merseburg kam dann die nächste Herausforderung: Eine Pilgerin musste aufgrund eines äußerst unglücklichen Sturzes kurz vor Ende des zweiten Tages die Tour abbrechen. Ziemlich bedrückt liefen wir weiter, und der Schreck saß uns in allen Gliedern. Die Übernachtung an diesem Tag war durchaus passend: Bei frostigen 10 Grad Celsius Innentemperatur verbrachten wir eine frische Nacht in der urigen Herberge im Schloss Frankleben. Ein Trost, um sich die Sache schönzureden: In Berlin braucht man dafür drei Tage Stromausfall, doch wir bekamen das vollkommen gratis (kleiner Scherz)! Am nächsten Tag gab es zum Glück die Entwarnung, dass der Unfall einigermaßen glimpflich ausgegangen war. Wie so oft hatte auch dieses Missgeschick eine positive Seite. Denn es brachte die erfreuliche Erkenntnis, dass die Gruppe in so einem Fall zusammenhält und sich gegenseitig auf empathische Weise beisteht. Herzlichen Dank allen Helfern für den kühlen Kopf in dieser kritischen Situation! Wir führten die Pilgerreise in reduzierter Besetzung fort und kamen nach einer relativ kurzen dritten Etappe, die am Südufer des Geiseltalsees entlang führte, bei herrlichem Frühlingswetter im kleinen Städtchen Mücheln an. Dort erfuhren wir im Museum viel Interessantes über die Rekultivierung des Geiseltalsees und konnten den imposanten Ratskeller besichtigen. Zum "Bergfest" gönnten wir uns in Mücheln ein leckeres selbst zubereitetes Abendessen. Spargel und Wein zogen jedoch ein veritables Schnarchkonzert in der Gemeinschaftsunterkunft nach sich. Auch das muss bei einer Pilgertour manchmal überstanden werden! Am vierten Tag pilgerten wir auf naturnahen Wegen über Freyburg mit seinen markanten Weinbergen ins malerische Winzerdorf Roßbach. Von dort aus ging es am fünften und damit letzten Pilgertag weiter nach Naumburg, wo wir bei einer informativen Domführung tief ins Mittelalter eintauchten. Über das Landesgymnasium Schulpforta, ein ehemaliges Zisterzienserkloster mit einer beeindruckenden Kirche und äußerst bewegten Geschichte, erreichten wir schließlich das verträumte Bad Kösen, das den Endpunkt unserer Pilgertour bildete. Am Bahnhof ließen wir die fünf Tage noch einmal gedanklich Revue passieren. Und das Fazit? Obwohl diesmal leider nicht alles glatt ging, war es doch eine abwechslungsreiche, kulturell interessante, wettermäßig ganz überwiegend schöne und glücklicherweise körperlich nicht zu anstrengende Tour, die uns wohl noch lange in Erinnerung bleiben wird. Es zeigte sich, dass eine Pilgerreise ihre eigenen Gesetze hat und eben auch aus Höhen und Tälern besteht, die es achtsam und mit offenen Sinnen zu durchschreiten gilt. Und dass die Mitmenschlichkeit ohne Zweifel der Kern einer solchen Reise ist. Ich wünsche der betroffenen Pilgerin auf diesem Weg von Herzen gute Besserung - und dass sie trotz dieser Zwangspause bald wieder auf den Pilgerweg zurückkehren kann. Denn bis zum Ende des Ökumenischen Pilgerwegs in Vacha gibt es noch viel Schönes zu entdecken.
Freitag 17. April 2026
Pilgerauftakt von Königsbrück nach Dahlen
In diesem Jahr habe ich die erste geführte Pilgertour auf dem Ökumenischen Pilgerweg etwas zeitiger angesetzt. Bereits Mitte April ging es auf die schöne Strecke von Königsbrück nach Dahlen. Gleich am ersten Tag erwarteten uns zwei herzliche Begegnungen mit Menschen, die sich um Herbergen und Rastplätze für die Pilger kümmern, und ohne die das Pilgern gar nicht möglich wäre. Schloss Schönfeld mit seiner eher schlichten Ausstattung beherbergte uns in der ersten Nacht. Am nächsten Morgen gönnten wir uns ein ausgiebiges Frühstück in der örtlichen Bäckerei, das uns für die lange Etappe über Großenhain nach Skassa stärkte. An den ersten zwei Tagen war das Wetter noch bedeckt und etwas windig, aber bald schon zeigte sich die Sonne, so dass wir schönes Frühlingswetter hatten, das bis zum letzten Tag anhielt. Die alte Kirchschule in Riesa bot uns am Mittwoch gute Verhältnisse für ein zünftiges "Bergfest", bei dem wir uns ein kleines Festmahl mit dem ersten Spargel der Saison gönnten. Auf den Elbwiesen ging es am Donnerstag entspannt bis Strehla, wo wir schon am Mittag ankamen und einem örtlichen Kunsthandwerker einen Besuch abstatteten. Der letzte Tag führte uns auf den Höhenzug Liebschützberg und brachte Begegnungen mit anderen Pilgern aus Franken und Belgien. Bei strahlendem Sonnenschein machten wir Rast im Burgcafé Lampertswalde, wo wir mit leckerem Kaffee und Kuchen verwöhnt wurden. Ruckzuck waren die fünf Tage herum. Pünktlich liefen wir in Dahlen ein, wo die geführte Pilgertour am Sackhupper auf dem Markt endete. Ein herzliches Dankeschön an alle Mitpilgerinnen und Mitpilger für diesen schönen Auftakt der Pilgersaison, der mit viel Fröhlichkeit, guten Gesprächen und Abwechslung verbunden war. Und natürlich an alle Menschen am Wegesrand, die uns beherbergt und mit ihrer Zuwendung bestärkt haben! Nicht zuletzt dadurch sind wir gesund und wohlbehalten angekommen.
Sonntag 08. März 2026
Grandioses Finale mit "Kanada & Alaska"
Ein wahrhaft glanzvolles Finale meiner Reihe "Rund um den Globus" bescherte uns an diesem Wochenende Pascal Violo aus Österreich, der die Gäste mit seiner groß angelegten Reportage über Kanada und Alaska verzauberte. In atemberaubenden Landschafts- und Naturbildern nahm er das Publikum mit auf eine bildgewaltige Reise, die seine Passion fürs Reisen, Fotografieren und Geschichtenerzählen vollauf zur Geltung brachten. Seine sorgfältig komponierte, mitreißend erzählte und leidenschaftlich vorgetragene Multivisionsshow versetzte das Publikum geradezu in Verzücken, was man an den vielen Fragen und dem großen Zulauf am Büchertisch ablesen konnte. Den magischen Bildern und Filmen aus Nordamerika konnte man sich nur schwer entziehen. Durch authentische Porträts, aussagekräftige Interviews sowie hintergründig recherchierte historische Geschichten über frühere und heutige Bewohner Kanadas und Alaskas lockerte Pascal Violo seinen Reisebericht auf und bescherte vielen Gästen ganz gewiss eine gehörige Portion Fernweh. Neben den Naturschönheiten fehlten auch nachdenkliche Töne über den Umgang mit Natur und der indigenen Bevölkerung nicht. Mit sympathischem Wiener Akzent und großer Erzähllust sorgte Pascal Violo für spontane Begeisterung, zum Beispiel wenn er die Entstehung eines Fotos mit einem Eisbären unter Polarlichtern beschrieb. Damit hat "Rund um den Globus" für dieses Jahr seinen würdigen Abschluss gefunden. Eine besonderen Akzent setzte schließlich noch der befreundete Sponsor Holger Schwemmer, Inhaber der gleichnamigen Allianz-Generalvertretung in Oschatz. Er sorgte in Oschatz als Glücksfee mit blonder Perücke nicht nur für den Spaß des Abends, sondern würdigte mit einer kleinen spontanen Rede und einem Rückblick auf zwei Jahrzehnte Reiseshows auch meine Arbeit als Veranstalter in berührender Weise. Das motiviert mich, auch in Zukunft weiterhin hochklassige, spannende Reisereportagen nach Oschatz und Riesa zu holen. Herzlichen Dank an Holger Schwemmer, den Referenten Pascal Violo, an die fleißigen Helfer - und nicht zuletzt an alle treuen Gäste, die es seit vielen Jahren möglich machen, dass wir solche inspirierenden Abende rund um die Reisefotografie miteinander erleben können!
Samstag 14. Februar 2026
Premiere meiner Reiseshow "Olavsweg"
Der Valentinstag war ein Glückstag für mich, denn heute hatte mein neuer Vortrag "Norwegen zu Fuß - Pilgern auf dem Olavsweg" Premiere. Im gut gefüllten Oschatzer "O" erzählte ich von meinen Erlebnissen auf einem der unbekanntesten (und vermutlich auch unterschätztesten) Pilgerwege Europas. Der Olavsweg beginnt in Oslo, wo das typische Großstadtleben die Szenerie bestimmt. Aber bald schon wird es ländlich. Urige Pilgerherbergen, die schon im Mittelalter Pilger aufnahmen, beeindruckende Stabkirchen oder heilige Olavsquellen sind am Weg genauso zu finden wie eine imposante Kathedrale am Ziel - der Nidarosdom in Trondheim, den ich nach knapp 700 Kilometern Fußmarsch erreichte. Die aufgeschlossenen Norweger und viele neue Pilgerfreunde (von denen mich zwei dankenswerterweise sogar im Saal unterstützten und ihre minimalistische Zeltausrüstung vorführten) machten die Tour zu einem wahren Genuss. Wenn da nicht mein schweres Gepäck und die zahlreichen Berge gewesen wären... da kam ich oft ganz schön ins Schwitzen - puuuh! Das Oschatzer und Riesaer Publikum nahm meinen Bericht mit Begeisterung auf und löcherte mich in der Pause förmlich mit Fragen. Das zeigt, dass das Thema Pilgern für viele Menschen von Interesse ist - und dass sich wahrscheinlich so mancher einen ähnlichen Abstand vom Alltag wünscht. Mit meiner Reihe "Rund um den Globus" habe ich mir seit Jahr und Tag auf die Fahnen geschrieben, genau dies den Zuschauern zu bieten: Kleine Auszeiten mit spannenden Bilderreisen und authentischen Geschichten, die die Menschen berühren und inspirieren. Umso schöner, wenn mir das auch mit meinen eigenen Vorträgen gelingt. Herzlichen Dank an alle Helfer und ein fantastisches Publikum, das mir seit Jahren die Treue hält! Nun steht noch das große Finale mit einem der renommiertesten Reisefotografen Österreichs an. Bei Pascal Violos "Kanada/Alaska" dürfen wir uns auf grandiose Landschafts- und Naturaufnahmen freuen!
Samstag 31. Januar 2026
Volles Haus bei "Andalusien" von Kay Maeritz
Die Reiseshow-Saison ist noch jung, und schon waren wir das erste Mal ausverkauft! Heute schafften wir auch noch den allerletzten Stuhl heran, damit alle Gäste einen Sitzplatz bekamen. Das haben wir natürlich gern getan! Wir erlebten eine eindrucksvolle Reise in eine hierzulande nahezu unbekannte Gegend Spaniens - Andalusien - und einen sonnendurchfluteten Kontrast in den Bildern zum eisigkalten Winterwetter draußen vor der Tür. Kay Maeritz führte uns durch den Süden der iberischen Halbinsel, das vormalige Al-Andalus. Das ist das frühere Gebiet der Mauren, in dem bis heute prachtvolle Zeugnisse der muslimischen Kultur stehen, so zum Beispiel die Mezquita in Córdoba, die Alhambra in Granada oder Dörfer, die fast vollständig in den Fels gehauen wurden, um den unbarmherzigen Temperaturen Andalusiens zu trotzen. Auch die Rituale der christlichen Kultur kamen in Gestalt der größten spanischen Wallfahrt nach Rocio oder der Semana Santa (Karwoche) nicht zu kurz. So entstand ein facettenreiches Bild von Andalusien, das den meisten bis dato wahrscheinlich eher unbekannt war. Die Krönung der Geschichte war ein Ritt von Kay Maeritz und seinem Reisebegleiter zu Pferd durch die Sierra Nevada, ganz nach dem Vorbild des weltberühmten Don Quichotte. Und das allerletzte Sahnehäubchen? Bildete die Wiederholung dieser Reise mit einem andalusischen Esel namens Antonio - weil bei der Don-Quichotte-Adaption natürlich eines fehlte: Der berühmte Knecht Sancho Pansa, bei dem es nur zu einem Esel gereicht hat. Der sympathische und etwas sture Vierbeiner Antonio lief erst gut, an gewissen Stellen wie Bachüberquerungen gar nicht, und am Ende wie eine Nähmaschine- dann nämlich, als Kay Maeritz herausfand, dass kein Mensch in Andalusien auf die Idee kommen würde, mit einem Esel ohne ein Stöckchen als "Motivationshilfe" loszuziehen. Damit bekam die Reportage ihren sommerlich leichten Abschluss. Ein unterhaltsamer Abend voller Überraschungen!
Donnerstag 22. Januar 2026
Vortragspremiere "Via Podiensis" in Wuppertal
Auf Initiative des BüBa e.V. hielt ich heute einen Vortrag im BürgerBahnhof des Wuppertaler Ortsteils Vohwinkel. An sich bin ich ja sonst eher im weiteren Umkreis von Sachsen unterwegs, aber dieser Einladung nach Nordrhein-Westfalen zu den Deutsch-Französischen Kulturtagen konnte ich nicht widerstehen. So fuhr ich die mehr als 500 Kilometer nach Wuppertal und wurde von den Mitgliedern des Vereins sehr herzlich empfangen. Leider hatte sich im Vorverkauf ein unbemerkter technischer Fehler eingeschlichen, so dass die Zahl der Gäste überschaubar blieb. Aber diejenigen, die gekommen waren, machten das mehr als wett. Sie erlebten eine echte Premiere, denn die Reportage "Der Weg beginnt mit Dir. Auf dem Jakobsweg VIA PODIENSIS durch Frankreich" arbeitete ich extra für diese Veranstaltung aus. Die Via Podiensis ist auch unter der Bezeichnung GR 65 ("Grande Randonée" = dt. "Großer Fernwanderweg") bekannt. Als Pilger- und Fernwanderweg führt er vom südlichen Zentralmassiv einmal quer durch Südfrankreich zu den Pyrenäen, wo er direkt in den spanischen Camino Frances übergeht. Die Via Podiensis gilt als der schönste unter den französischen Jakobswegen, weil sie durch beeindruckende Landschaften wie das Aubrac oder die Gascogne verläuft und zahlreiche altehrwürdige Klöster wie Conques oder Moissac streift. Ich brachte den Zuschauern mit meinen Bildern und Geschichten die Faszination dieses mehr als 1000 Jahre alten Pilgerwegs nahe, der ursprünglich den zweiten Teil meiner Frankreichdurchquerung auf dem Jakobsweg bildete. Nach dem Vortrag entwickelte sich ein intensives Gespräch, in dem sich das große Interesse am Thema "Pilgern in Frankreich" offenbarte. Es ist immer wieder spannend, sich mit leidenschaftlichen Gleichgesinnten auszutauschen. Ein gelungener, nahezu intimer Abend in der angenehmen Kulisse des BürgerBahnhofs, der sich für diese Art von Veranstaltungen sehr gut eignet. Wieder einmal zeigte sich, dass mit Herzblut veranstaltete Soziokultur an jedem Ort möglich ist. Herzlichen Dank an die Organisatoren des BüBa Wuppertal-Vohwinkel e.V. für die Einladung, für die heimelige Atmosphäre und die gute Betreuung! Und natürlich an alle Gäste, die trotz der Umstände gekommen waren! Das Motto "Klein aber fein" traf auf diesen Abend voll und ganz zu.
Samstag 10. Januar 2026
Sonne siegt über Schnee bei Australien-Vortrag im "O"
Neues Jahr, neues Glück - neue Herausforderungen! Diese gab es beim Auftakt meiner Reiseshow-Reihe "Rund um den Globus" vor allem in Form des Wetters zu bestehen. Nach heftigen Schneefällen in den Vortagen bot sich die Umgebung mit einer geschlossenen Schneedecke in winterlichem Weiß dar. Schön für Fotografen, für Veranstaltungen aber beeinträchtigend. So nahmen wir selbst den Schneeschieber in die Hand und packten mit an, um das Gelände des Oschatzparks vom Schnee zu befreien. Erfreulicherweise ließen sich auch die Gäste nicht vom Besuch des "O" abhalten. Sie wurden mit einer begeisternden Rundreise durch das sonnige Australien von Thomas Schenker belohnt, der dem Publikum Landschaft, Natur und Menschen dieses faszinierenden Kontinents auf eindrucksvolle Weise nahe brachte. Der Kontrast der sonnigen, oft von erdig-warmen Farben bestimmten Bilder zur Eiseskälte draußen hätte nicht größer sein können. Genau dafür veranstalte ich die Reiseshows - wenn es draußen stürmt und schneit, kann man sich mit spannenden Fotos und Geschichten in ferne Länder und warme Gefilde träumen. Ein herzliches Dankeschön an Thomas Schenker, der den weiten Weg von Süddeutschland aus auf sich genommen hat - "immer dem Schneepflug hinterher". Und natürlich auch an das Oschatzer Publikum, das die Herausforderung gemeinsam mit uns heiter und gelassen bewältigt hat! Trotz widriger Bedingungen haben wir uns damit einen schönen Einstieg ins neue Jahr beschert. Nur zum Fotografieren bin ich diesmal nicht viel gekommen, weswegen es hier nur ein paar Bilder gibt.